Gutartige Prostata-Hyperplasie (BPH) – das häufigste Prostataproblem bei Männern im fortgeschrittenen AlterDie gutartige Prostata-Hyperplasie (benign prostate hyperplasia: BPH) *8) ist auf ein ungeregeltes Wachstum der Prostata zurückzuführen, wobei die wuchernde Prostata auf die Harnröhre drückt. Die Symptome sind zu Beginn eine starke Miktionsbeeinträchtigung mit Schmerzen und abgeschwächtem Harnstrahl sowie hoher Restharnbildung oder teilweiser Inkontinenz. Bei der sich kontinuierlich verschlechternden Krankheit kann es durch den Harnstau zu deutlichen Veränderungen der Harnblase mit Folgeinfektionen und Blasensteinbildung sowie zu Nierenschädigungen kommen (Stauniere). Daher ist im Spätstadium in der Regel ein chirurgischer Eingriff zur Verkleinerung der Prostata erforderlich. Die Erkrankung führt durch Harndrang, Inkontinenz und Sexualfunktionsstörungen (Impotenz) in jedem Fall zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität. Die Krankheiten betreffen weite Teile der männlichen Bevölkerung: In der Altersgruppe der 50–60jährigen Männer ist heute etwa jeder Zweite von der Krankheit betroffen. Bei den 80jährigen sind es ca. 90%. Bedingt durch die demographische Entwicklung und die weiterhin steigende Lebenserwartung muss mit einem weiteren Anstieg der Zahl der Patienten gerechnet werden, der derzeit auf ca. 12% pro Jahr geschätzt wird. ![]() Die Ursachen für die Entstehung der BPH sind nicht vollständig geklärt, es wird aber auch inzwischen ein Infektionsbezug vermutet. Dafür spricht z. B., dass in vielen Fällen eine Prostatitis vorangegangen oder verbunden ist. Mit all diesen Symptomen zusätzlich verbunden ist wiederum eine starke Einschränkung der Lebensqualität bedingt durch Inkontinenzprobleme und einer massiven Sexualfunktionsstörung. Behandlungsmethoden: Die Therapie der gutartigen Prostata-Hyperplasie ist abhängig von der Progression der Erkrankung. Zu Beginn wird die Strategie des „Watchful Waitings“ (Abwarten und Beobachten) verfolgt. Bei weiterem Fortschreiten werden medikamentöse Therapien (pflanzliche Präparate, Alpha-1-Rezeptorblocker oder 5-Alpha-Reduktasehemmer) eingesetzt, danach sind chirurgische Maßnahmen erforderlich (so genannte transurethrale Prostataresektion bzw. Prostatektomie). Zudem gibt es alternative, teilweise minimal invasive Therapieformen wie die Laserkoagulation, die Thermotherapie oder der therapeutische Einsatz von Ultraschall. Ein weiterer spätklinischer Produktkandidat wird als Immuntherapeutikum zur Behandlung von Prostatitis und BPH (gutartige Prostata -Hyperplasie) entwickelt. |
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18.07.11 13:13
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